Skip to main content

Hyaluronsäure

Hyaluronsäure oder auch Hyaluronan, ist ein Polysaccharid, also ein zuckerähnlicher Stoff, das in vielen Geweben des menschlichen Körpers, wie z. B. als Schmiermittel in der Gelenkflüssigkeit, im Glaskörper des Auges und besonders ausgeprägt im Bindegewebe der Haut vorkommt und hier äußerst wichtige Funktionen zur Vitalerhaltung der Haut erfüllt.

Fehlt in Gelenken Hyaluronsäure als Schmiermittel, z.B. aufgrund von vorangegangenen Entzündungen, kann es zu schwerwiegenden Arthrosen kommen, die letztendlich einen künstlichen Gelenkersatz notwendig machen können. Daher wird bei solchen Problemen künstliche Hyaluronsäure in die Gelenke, genauer in den Gelenkspalt injiziert, um die Schmierfunktion wiederherzustellen.

Hyaluronsäure wird auch in der Ophthalmologie, z. B. zum Auffüllen des Glaskörpers oder in befeuchtenden Augentropfen eingesetzt.

Bekannt dürfte Hyaluronsäure allerdings hauptsächlich durch ihren Einsatz in der ästhetischen Medizin geworden sein.
Hier wird sie zur Rehydratisierung trockener Haut und zur Behandlung von Falten eingesetzt.

Welche Möglichkeiten bietet eine Unterspritzung mit Hyaluronsäure?

Bei der Faltenunterspritzung können durch die fachgerechte Injektion von Hyaluronsäure sowohl erste Trockenheitsfältchen, bereits eingeprägtere Falten als auch Volumenverluste in den verschiedenen Fettschichten, die sich durch ein Absacken der Gesichtskonturen zeigen, erfolgreich behandelt werden. Abhängig von der gewählten Substanz wird auch eine sehr starke Hautregeneration erreicht.
Sehr interessant ist auch der Einsatz zur Modellierung der Lippen. Hier ist besonders viel ästhetisches Einfühlungsvermögen und eine optimale Injektionstechnik beim Behandler gefragt, um natürliche und individuell auf den jeweiligen Kunden abgestimmte Ergebnisse zu erreichen.

Wie wird künstliche Hyaluronsäure hergestellt?

Früher wurde Hyaluronsäure aus tierischen Produkten, wie z.B. Hahnenkämmen, hergestellt. Dies war problematisch, weil Allergien gegen Vogelproteine entstehen konnten.

Heutzutage wird Hyaluronsäure für die Verwendung als Filler ausschließlich biotechnologisch gewonnen. Verträglichkeitsprobleme gehören damit der Vergangenheit an.

Wie wirkt Hyaluronsäure?

Bei der Korrektur kleinerer Trockenheitsfältchen wie auch bei der Behandlung von bereits eingeprägteren Falten wirkt Hyaluronsäure sowohl auffüllend als auch befeuchtend und vitalisierend. Die natürlichen Regenerationsmechanismen der Haut werden stimuliert und so beseitigt die Injektion nicht nur Symptome, sondern wirkt auch an den Ursachen der Hautalterung.

Beim Ausgleich von Volumenverlusten, die sich im Verlauf des Alterungsprozesses vor allem in den Fettkompartimenten des Mittelgesicht zeigen, wird Hyaluronsäure sozusagen als Ersatzsubstanz zum Verloren gegangenen Fett verwendet. Zusätzlich sorgt es auch hier für Vitalisierung, in dem es erschlaffte Bänder regeneriert und die Druckverhältnisse in der Tiefe der Gesichtsstrukturen ausgleicht.

Warum gibt es unterschiedliche Hyaluronsäuren?

Um die angesprochenen Indikationen angemessen und mit einem natürlichen Ergebnis behandeln zu können, ist die Anwendung verschiedener Hyaluronsäure-Qualitäten notwendig. So sollten oberflächliche Fältchen mit Präparaten mit eher niedriger Vernetzung behandelt werden. Diese sind flüssiger und elastischer und integrieren sich besser in das Gewebe. So können auch feine Linien ohne sichtbare Nebenwirkungen wie z.B. das blau-glasige Durchscheinen der Hyaluronsäure (sog. Tyndall-Effekt) hervorragend behandelt werden.

Je tiefer die Falten bzw. die zu behebenden Defekte sind, desto stärker vernetzt kann und sollte die verwendete Hyaluronsäure sein. Dadurch können stärker volumisierende Effekte erzielt werden.

Problematisch bei der Anwendung hoch vernetzter Produkte ist, dass diese zwar verlorengegangenes Volumen sehr gut ausgleichen, meistens allerdings sehr steif und unelastisch sind.
Dies erschwert nicht nur die Injektion dieser Präparate, sondern sorgt auch für unnatürliche Ergebnisse, weil die individuelle Mimik dadurch negativ beeinflusst wird.

Neue Wege geht in dieser Hinsicht der Hersteller Laboratories TEOXANE aus der Schweiz mit seiner Hyaluronsäure-Serie TEOSYAL® RHA. Mit diesen Produkten ist dem Hersteller das Kunststück gelungen, die Materialeigenschaften Elastizität und Volumen zu vereinen. So bleibt die persönliche Mimik erhalten und es können sehr natürlich wirkende und individuelle Ergebnisse erzielt werden, ohne das das Gesicht überfüllt wirkt, wie das leider sehr oft zu beobachten ist.

Wie unterscheiden sich die Injektionsmethoden?

Grundlage für solche individuellen und natürlichen Ergebnisse ist die Anwendung von geeigneten Injektionsmethoden.
Grundsätzlich kommen hier zwei Herangehensweisen in Frage:

1. Die Injektion mit spitzen Nadeln
2. Die Behandlung mit der stumpfen Kanüle

Die Injektion mit der spitzen Nadel verwenden wir nur noch für die Behandlung kleinerer Fältchen und überall da, wo es auf eine besonders exakte Dosierung, z.B. bei der Modellierung der Lippen, ankommt. In allen anderen Fällen arbeiten wir mit der sog. stumpfen Kanüle. Diese ist vorne abgerundet und gleitet dadurch schmerzlos und ohne Nebenwirkungen zu hinterlassen durch das Gewebe. Auf diese Weise können größere Mengen von Hyaluronsäure sehr gleichmäßig und gegebenenfalls auch in tiefere Schichten mit einer sehr natürlichen Wirkung appliziert werden.

Gibt es Nebenwirkungen bei einer Faltenunterspritzung mit Hyaluronsäure?

Hyaluronsäure ist im Allgemeinen sehr gut verträglich. Notwendig dafür ist allerdings eine hohe Reinheit der Hyaluronsäure, die richtige Injektionstechnik und ein schrittweises Vorgehen.
Wir halten nichts davon, in einer Sitzung zu große Mengen an Hyaluronsäure zu injizieren. Hier besteht die Gefahr, dass zu viel Druck im Gewebe aufgebaut wird und die Haut mit Fremdkörperreaktionen wie Injektionsgranulomen antwortet. Viel besser ist ein schrittweises Vorgehen in, wo notwendig, mehreren Terminen. Dadurch können Nebenwirkungen weitestgehend vermieden werden und die Behandlungsergebnisse wesentlich besser kontrolliert und angepasst werden.
Bei einer solch schonenden Vorgehensweise ist auch die vollständige Abbaubarkeit der injizierten Hyaluronsäure gewährleistet. Sie beträgt, je nach verwendetem Material, in der Regel zwischen 6 und 18 Monaten.

Fazit:

Bei Skinetics garantieren eine ausführliche Analyse, Sinn und Blick für Ästhetik, die kompetente Beherrschung der relevanten Behandlungsmethoden sowie die Verwendung von Premium-Produkten ein optimales, individuelles und natürlich wirkendes Ergebnis.

Jetzt Beratungstermin vereinbaren